Samstag, 24. Dezember 2011


Ich wünsche allen Rheinschreiber Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! Bleibt gesund und munter und rutscht gut ins neue Jahr! Ich bin überzeugt, 2012 wird ein Jahr voller neuer, spannender Geschichten!
All die Geschichten, die wir Menschen entsinnen, sind wie ein Strom. Sie entspringen einer Idee, beginnen zu wachsen, entwickeln sich, drohen zu verdorren oder auszuufern. Sie bahnen sich aber unaufhaltsam ihren Weg, bis sie bei ihren Lesern münden, wo sie wie in einem Meer mit all den anderen Geschichten verschmelzen und uns Menschen zu dem machen, was wir sind. Wesen mit einem unbeugsamen Willen zur Phantasie.
Nun verabschiede ich mich mit meinem Weihnachtsengel und hoffe, wir „lesen“ uns im neuen Jahr wieder.

Eure Leila Emami

Dienstag, 29. November 2011

Ihr Lieben,
schön dass ihr hierher gefunden habt. Oben rechts geht zu dem bebilderten Faust-Adventskalender. Hinter den 24 Türchen habe ich für euch zusammengetragen, wie es dazu kam, dass Johannes Faust der Zauberer, der im 16. Jahrhundert lebte, seine Seele dem Teufel verkaufte, was er mit seiner "Kunst" angerichtet hat und wie er endete.
Ich wünsche euch dabei gute Unterhaltung!
Viele liebe Grüße
Leila

Montag, 21. November 2011

Rhein-Crime zweiter Streich

Schokoladig und gemein!
Mein zweiter Reise-Kurzkrimi ist auf amazon.de für 0,99 Euro käuflich zu erwerben.
Darf ich vorstellen? "Der süße Kuss" Hier klicken, lesen, empfehlen oder bewerten :-)  Wünsche gute Unterhaltung!
(Um das E-Book lesen zu können, müsst ihr euch den kostenlosen Kindl-Lese-App (hier klicken) auf eueren PC, Mac, iPhone oder Android-Handy herunterladen.) 

Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ Das wusste schon J.W. Goethe zu berichten. Ob ihm bei seinen Reisen durch das Mittelrheintal neben der Rheinromantik auch das Böse begegnete? Wie der Hochzeitsgesellschaft am Niederwalddenkmal? Sie werden Zeuge, wie ein Kuss zur tödlichen Waffe wird.  Bevor sie begreifen, was vor ihren Augen geschieht, ist das Unfassbare geschehen.

Leseprobe:
Sie könnte sich vierteilen. Was sollte sie nur tun, wenn die Asbachpraline schmolz? An alles hatte sie gedacht, nur nicht an diese Hitze. Dabei war es Hochsommer. Das war zu dumm, zu banal, zu lächerlich!
Diana hatte sich eigens für diesen Tag den kleinen Beutel nähen lassen. Er war aus derselben cremefarbenen Wildseide wie ihr Hochzeitskleid und umschloss diese eine Praline. Arnes Lieblingssorte. Zartbitter Schokolade flüssig gefüllt mit Zuckerkruste. Aber warum in aller Welt hatte sie diese Hitze nicht eingeplant? Analysieren, kalkulieren, rechnen waren doch ihre Stärken. Jetzt musste sie zusehen, wie sie die Praline vor der Sonneneinstrahlung schütze, und hoffen, dass sie hielt, bis es soweit war. Sie legte ihre linke Hand auf Arnes Rücken. So hing der Pralinenbeutel, den sie mit einem hellgrünen, seidenen Band um ihr Handgelenk gebunden hatte, im Schatten seiner breiten Schultern.

Sie liebte ihn so sehr, dass sie meinte, in ihren Adern flösse Arne statt Blut. All ihre Gedanken waren mit ihm verschmolzen, ihr ganzes Dasein mit ihm verwoben. Sie hatte all ihr Können, all ihre Kraft für ihn und die Sektkellerei seiner Familie eingesetzt, um ihn an sich zu binden. Für immer und ewig! Wäre „Liebe“ doch kein Wort sondern eine Zahl. Dann könnte sie ihre Liebe einfach mit unendlich potenzieren, statt Tag für Tag dafür zu kämpfen. Nie im Traum hätte sie daran gedacht, dass sie ihn trotz all dieser Mühe so schnell verlieren könnte. Wie naiv sie doch gewesen war!

Dienstag, 15. November 2011

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

The German Wanderlust "The Rhine": Eine BBC-Dokumentation. Viel Spaß!
Teil 1:


Teil: 2


Vielleicht wurde die "German Wanderlust" sogar am Rhein geboren? Es würde mich nicht wundern! Wer sich schon einmal auf eine Wanderung entlang des Rheinsteigs gemacht hat, weiß, was ich meine. Und diejenigen, die noch keine Gelegenheit hatten, sei dieses Erlebnis wärmstens ans Herz gelegt. Diese Landschaft ist für mich nicht nur einfach schön, sie ist ein Ort der Mythen, Legenden und uralten Geschichten. Und wer zu Fuß unterwegs ist, langsam, nur im Rhythmus seines Herzschlags, ohne Hetze und Hektik des Alltags, spürt diese Atmosphäre des Geheimnisvollen, die hinter jeder Wegbiegung, auf jeder Klippe, hinter den dicken Mauern der Burgen, in den Wäldern und Ortschaften, ja sogar im Rhein selbst liegt.

Montag, 24. Oktober 2011

Todes-Ley unter den Gewinnern des ersten deutschen E-Book-Preises!


Als ich heute meine Mail-Box öffnete, war die Überraschung groß! Noch im August, als ich mein Kurzkrimi "Todes-Ley", die einige von euch schon kennen, auf Amazon zum Verkauf angeboten hatte, und ihn gleichzeitig in den Wettbewerb für den ersten deutschen E-Book-Preis schickte, hätte ich nicht damit gerechnet, einen Blumentopf damit zu gewinnen. Wer mich kennt, weiß, dass ich meine ärgste Kritikerin bin. Dann kamen die ersten Rezensionen auf Amazon, was mich wirklich gefreut hat und viele von euch haben mein E-Book käuflich erworben. Danke, Ihr Lieben!
Doch nun zurück zu der E-Mail. Da stand, dass ich beim E-Book-Preis unter den Gewinnern sei, und ob ich damit einverstanden sei, dass "Todes-Ley" in die Anthologie mit den anderen 24 Gewinnern erscheine? Hallo??? Todes-Ley, mein Baby (gebe zu, dieser Name ist für ein Baby etwas bedenklich, aber es ging nicht anders), darf auf Platz 15 bei den besten 24 Kurzgeschichten von 169 Einsendungen sein! Das freut des Mutterns Herz :-)
Wer sich für näheres interessiert, der klicke hier!

Freitag, 14. Oktober 2011

Diese Affäre wird meinem noch unveröffentlichten Thriller immer ähnlicher. Jetzt habe ich diese Überschrift auf spon gefunden:
Irans Religionsführer wirft USA Hetzkampagne vor.
Aber die Dementis wundern ja niemanden. Sie können wahr sein, oder eben nicht.
Ob die Wahrheit wie in meinem Buch ans Licht kommen wird? Hm... wahrscheinlich nicht. Ich glaube, das ist das tolle an Thriller, der Schuldige wird letztendlich doch gefunden und man bleibt nicht hilflos zurück.
Ein erfundener Terrorplot?
Das wird immer seltsamer, und kommt meinem Thriller näher. Auch da entpuppt sich vielen als gezielt eingefädelt.

Mittwoch, 12. Oktober 2011


Terrorplot befeuert saudische Wut auf Iran
Meine Güte! Das kommt mir so bekannt vor. In meinem ersten Thriller "Gottes böse Kinder" geht es genau um dieses Thema. Natürlich passieren nicht dieselben Dinge, das wäre ja noch schöner und ich könnte als lebende Kristallkugel richtig absahnen ;-) Spaß bei Seite. Im Grunde geht es in meinem Buch genau um so einen undurchsichtigen Machtkampf zwischen der arabischen und iranischen Politik auf westlichem Boden. Leider habe ich bis heute keinen Verlag für meinen Thriller gefunden (Vielleicht hatte ich zu wenig Feucht- und Schoßgebete eingearbeitet?? Oder mein Plot wurde als zu-sehr-an-den-Haaren-herbei-gezogen beurteilt? Vielleicht interessiert das auch keinen Leser?) Me waases net, würde der "Rheinmensch" sagen. Aber ich gebe nicht auf!
Hier ein Link zu einem Videobeitrag vom ZDF

Frage: Würdet ihr gerne so einen Thriller lesen?

Rhein-History

Hildegard von Bingen (1098 – 1179)
Der Name Hildegard von Bingen ist sicher jeden bekannt, Nicht zu letzt wegen des Filmes, der in den Kinos lief (Vision Aus dem Leben der Heiligen Hildegard). Sie war sicher eine faszinierende Persönlichkeit, die mich seit langem beschäftigt. Nicht weil ich gläubige katholikin bin, sondern mich fasziniert die Energie, mit der sie ihre Ideen umgesetzt hat und ihre Kraft gegen alle Widrigkeiten hinweg, ihren Weg zu gehen. So hat sie um 1150 (ja im 12. Jahrhundert, als noch raubeinige Männer die Welt beherrschten, so zumnindest unsere Vorstellung vom Mittelalter aus den Büchern von Ken Folett und Co.) in Bingen ein eigenes Kloster gerüdet und erbaut. Dazu gehörte schon damals eine gehörige Portion guter Kontakte, Geld und starkem Willen. Leider ist von der damaligen Klostergebäude nichts mehr übrig geblieben. Im Zuge der Jahrhunderte wurden die Steine der Klosterkomplexes dann eher als Steinbruch benutzt. Ich war ganz erstaunt, wo sich der heutige Eingang zum Kloster Disibodenberg in Bingen befindet. Man muss über einen ganz normalen Parkplatz an den Sonnestudio Sun 4 you vorbei und voila da stößt man auf eine verschlossene Tür, die zu einem Kellergewölbe führt.

Rhein-History

Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

Fast jeder kennt sie! Oder? Nicht zu Letzt wegen des Filmes, der 2009 in den Kinos lief (Vision Aus dem Leben der Heiligen Hildegard).

Sie ist eine faszinierende Persönlichkeit, die mich seit langem beschäftigt. Nicht weil ich gläubige Katholikin wäre. Nein! Mich faszinieren die Energie, mit der sie ihre Ideen umgesetzt hat und ihre Kraft trotz alle Widrigkeiten ihren Weg zu gehen. So hat sie um 1150 (ja, im 12. Jahrhundert, als noch raubeinige Männer die Welt beherrschten. So zumindest unsere Vorstellung vom Mittelalter aus den Büchern von Ken Follett und Co.) in Bingen am Rhein auf dem Rupertsberg ein eigenes Kloster geründet und erbaut.



Kloster Rupertsberg in Bingen

Um solch ein Projekt umzusetzen, gehörte schon damals eine gehörige Portion Mut, gute Kontakte, Geld und ein starker Willen. Immerhin war die Klosterkirche halb so groß wie der Mainzer Dom.
Leider ist von der damaligen Klosteranlage Rupertsberg fast nichts mehr übrig geblieben. Nach Hildegard Tod verlor das Kloster mehr und mehr an Bedeutung. Im dreißig Jährigen Krieg wurde die Anlage weitgehend zerstört und im Zuge der Jahrhunderte wurden die Steine des Klosterkomplexes als Steinbruch benutzt. Ich meinerseits dachte, dass nichts mehr von der ehemaligen Klosteranlage übriggeblieben sei, bis ich in der Wochenzeitung auf einen Artikel über eine Führung auf den Spuren der heiligen Hildegard mit Besichtigung des Kellergewölbes des ehemaligen Kloster Rupertsberg stieß. Besichtigung des Kellergewölbes? Das hörte sich verlockend an. Also mal wieder rein in bequemen Schuhe, Rucksack aufgeschnallt und ab geht’s.


Von Rüdesheim kommend muss man erst die Fähre besteigen, um trockenen Fußes auf die andere Rheinseite zu gelangen.


Blick von Fähre über den Rhein


Ich war ganz erstaunt, wo sich der heutige Eingang zu diesem Keller befindet. Man muss über einen ganz normalen Parkplatz an dem Sonnenstudio „Sun 4 you“ vorbei und voila! Da stößt man auf eine verschlossene Glastür mit einer Infortafel.

Infotafel zwischen Bräunungsstudio und Glastür

Durch die Glastür erblickt man schon die Treppen, die in die tiefe führt. Falls sich jemand für eine Führung interessiert, bitte im Touristeninfo der Stadt Bingen nachfragen.
Der Gewölbekeller lässt einem in etwa erahnen, wie es hier gewesen sein musste. Vor allem an dieser Stelle:
Hinter dem Fenster dort hinten geht es steil hinab zu den Bahngleisen, am Naheufer.



Heute wird der Keller für zahlreiche Veranstaltungen genutzt.


Wie man auf dem Foto sieht, ist der Keller saniert und modernisiert worden. Es tut der Stimmung aber keinen Abbruch. Vor allem wenn im Hintergrund aus Lautsprechern die Musik der Hl. Hildegard erkling. Denn sie war nicht nur Nonne, Ordensgründerin, Visionärin, Wissenschaftlerin, Medizinerin und Autorin zahlreicher Bücher, sondern auch Komponisten. Hier könnt ihr euch ein paar Klänge anhören.


Schon zu Lebzeiten wurde Hildegard als Heilige verehrt. Viele Frauen wollten ihrem Orden beitreten, das nach den Regeln des Hl. Benedikt „Ora et Labora!“ lebte. So kam es, dass sie auf dem Rupertsberg bald neimand mehr aufnehmen konnte. So erwarb sie auf der gegenüberliegenden Rheinseite in Eibingen bei Rüdesheim ein Augustinerkloster. In diesem Kloster war es nun auch unadligen Frauen möglich in ihr Kloster einzutreten.
Das Klosterleben im Hildegardiskloster in Eibingen ist bis heute lebendig geblieben. Die Schwestern des Klosters halten das Wissen und Wirken Hildegards bis heute am Leben. Ein Klosterladen und zahlreiche Veranstaltungen um das Leben und Wirken der Hl. Hildegard lassen ihr Erbe nicht in Vergessenheit geraten.

Jedes Jahr am 17.09. findet in Eibingen das Hildegardisfest statt. In der Eibinger Kirche befindet sich auf dem Altar ein Schrein mit den Reliquien der heiligen Hildegard, der an diesem Tag bei einer Prozession durch den Ort getragen wird.



Jedoch wurde die Heilige Hildegard bis heute vom Vatikan nicht heilig gesprochen. Man könnte sagen, der Antrag auf Heiligsprechung läuft seit 1228 immer noch. Vielleicht wird sie unter Benedikt XVI, der sich viel mit den Schriften der Hl. Hildegard beschäftigte, heilig gesprochen? Bis dahin bleibt sie eine Volksheilige.

Rhein Leben

Seit anfang August gibt es auf Facebook eine Gruppe mit dem Namen: "Du bist ein echter Rheingauer, wenn Du früher..."
Innerhalb weniger Tage ist die Mitgliederzahl in die Höhe geschnellt, die ihre Erinnerungen an alte Zeiten miteinander teilen. Es ist witzig zu lesen, dass so viele (einem unbekannte) Menschen an denselben Orten ähnliches erlebt haben und denselben Menschen begegnet sind.

Sonntag, 11. September 2011

Rheingau Wörterbuch

Das Rheingau - Deutsch / Deutsch - Rheingau Wörterbuch wächst und wächst... langsam aber stetig! Bei diesen vielen tollen Posts in den Facebookgruppen: "Wenn du ein echter Rheingauer bist, dann..." und "Rheingauer Gebabbel" kein Wunder! Ein riesen Kompliment an euch alle!
P.S. Dieses Wörtebuch dient dazu, all diese wundervollen Ausdrücke und Worte zusammenzufassen, damit sie in den langen Facebooklisten nicht aus dem Blickfeld geraten. Vielleicht entsteht dadurch einmal ein Buch, das "offline" für einen guten Zweck verkauft werden kann??? Bis dahin fließt aber noch viel Wasser den Rhein hinunter :-)

Donnerstag, 25. August 2011

Warum ich unter die E-Book Autoren gegangen bin


Ich gebe zu, dass ich vor etwa einem halben Jahr wenig, bis gar nicht von E-Books überzeugt war. Ich, als absolute Bücherliebhaberin konnte mir nicht vorstellen, etwas anderes, als ein Buch in den Händen zu halten. Dieses haptische Gefühl, das Knistern der Blätter, der Geruch der Druckerschwärze, der Anblick des Buchrückens im häuslichen Regal, … das Buch, das Symbol der Bildung schlechthin, das Buch, das ...

Cut!
Zunächst stellte ich fest: Hallo!? Ich bin bereits ein halber E-Book Leser. Schon seit längerem lese ich Zeitung und Zeitschriften auf dem Bildschirm. Weil: weniger Papier, weniger Müll, weniger Umweltverschmutzung, eine fast Live-Übertragung der Berichte, Vertiefung jedes beliebigen Themas im WWW, Austausch mit anderen Lesern.

Was für Zeitungen und Zeitschriften gilt, könnte doch auch für Bücher gelten, oder etwa nicht? Hier die Argumente, die mich restlos vom E-Book überzeugt haben.

1.       Kosten: E-Books sind günstiger als gedruckte Bücher, weil die Materialkosten geringer sind. Kein Papier, kein Drucker,  keine Lager- und Transportkosten im herkömmlichen Sinne. Doch noch versuchen die Verlage die E-Books zu gleichen Preisen wie ihre gedruckte Ware an den Kunden zu bringen. Das hat viele berechtigte und unberechtigte Gründe. Ein weites Feld, das hier zu weit führen würde.

2.       Umwelt: Ich reduziere  Papier und Spritverbrauch.  Im Falle meines E-Book heißt es konkret: Es muss nicht hundertfach auf Papier gedruckt, gelagert und zum Kunden transportiert werden. Der Kunde muss nicht durch die Gegend fahren, um sich das Buch zu kaufen.

3.       Platz:  Hunderte Bücher darunter Lexika, Wörterbücher, Unterhaltungsliteratur etc., etc. wiegen nur noch wenige Gramm, und ich habe sie immer dabei.  Falls ich je wieder umziehen sollte, bräuchte ich keine schweren Bücherkisten mehr schleppen. Ich brauche mir kein neues Bücherregal mehr kaufen, das übrigens genauso viel kosten würde, wie ein E-Reader.

4.       Haltbarkeit: Wie lange halten digitale Inhalte? Das ist eine spannende Frage, die ich jetzt ad hoc nicht beantworten kann. Fest steht, dass jedes Buch in Deutschland (auch E-Books) an die deutsche Bibliothek geliefert werden müssen! Dort werden die Inhalte auf immer und ewig archiviert.  Das ist Gesetz! Doch wie sieht es im privaten Regal aus?  Seien wir ehrlich.  Die meisten unserer Bücher landen irgendwann auf dem Flohmarkt, im Müll oder vermodern im Keller. Ich habe noch ein paar alte Bücher aus Familienbesitz. Dabei handelt es sich um die Bibel und die altbekannten Klassiker. Die überleben immer! Denn Papierbücher werden und sollen nicht aussterben! Sie werden nur einen anderen Stellenwert bekommen.

5.       Verfügbarkeit und Aktualität:  Ich kann E-Books per Mausklick zu jeder Tages und Nachtzeit, von allen Orten dieser Welt beziehen. „Vergriffen“ kann für sie nicht gelten, denn sie sind nicht physisch und werden nicht in begrenzten Stückzahlen gedruckt.  (E-Books können aber vom Markt genommen werden, wenn sie inhaltlich Problematisch sind, doch das ist eine andere Geschichte).
Amazon z.B. bietet  den Service an, ein schon gekauftes E-Book unentgeltlich  gegen eine neue Auflage auszutauschen. Das ist besonders bei Sachbüchern eine interessante Option. Mein Buchhändler würde nicht schlecht staunen, wenn ich meinen alten Ratgeber kostenlos gegen den aktualisierten Ratgeber desselben Autors austauschen wollte.

6.       Multimedialität: Ein E-Book ist Teil des WWW. Ich kann ihn also auch multimedial nutzen. Ich kann während des Lesens MP3 hören,  mir das Buch vorlesen lassen, ich kann mit jedem Wort wie auf einem Surfbrett durch das WWW surfen. Ich kann zu den Orten surfen, die im Buch beschrieben werden. Es werden übrigens immer mehr "E-Book" mit eingebundenen bewegten Bildern und anderen interaktiven Funktionen hergestellt.

7.       Funktionalität: Ich kann mein E-Book vollschreiben, Sätze, Wörter markieren, Lesezeichen einfügen.

8.       Flexibilität: Ich kann die Schrift vergrößern, verkleinern, auseinanderziehen, zusammenrücken, einspaltig oder zweispaltig lesen. Ich kann die Schrift- und Hintergrundfarbe verändern.

9.       Solidarität: Ich unterstütze den Autor! In Deutschland können höchstens 100 Schriftsteller, die bei einem Verlag publizieren, von ihrer Arbeit leben. Das wird sich mit E-Books vielleicht  nicht (gleich) ändern, aber eine große Umwälzung ist im Gange. Denn immer mehr Autoren "mutieren" zu "Indie-Autoren" (Independet-Autoren, die unabhängig von einem Verlag ihre Bücher im Netz publizieren). Ihre Vorteile liegen auf der Hand. Sie behalten auf der einen Seite die Rechte an ihrem Buch. Ein Verlagsautor tritt seine Rechte immer ab und hat keinen Einfluss mehr auf sein sogenanntes "geistiges Eingentum".  Auf der anderen Seite haben Indie-Autoren einen Anteil von 20%-70% an den Einnahmen ihres E-Books. Während  Verlagsautoren höchstens einen Anteil von 14% bekommen. In der Regel (nach allen Abzügen) liegt der Autorenanteil allerdings um die 4%-8%. Rechnet es selbst für ein Taschenbuch, das 8,90 Euro kostet, aus. Davon kann ein Autor weder leben, noch sterben. Das  größte Kuchenstück geht übrigens an den Buchhändler, der um die 50% an einem gedruckten Buch verdient. Die Nachteile für Indie-Autoren liegen natürlich auch auf der Hand. Sie müssen in der Regel alles selbst in die Hand nehmen, Schreiben, Lektorieren, Vermarkten. Das ist nicht jedermanns Sache. Doch das Internet bietet viele Vertriebswege, die es vorher so nicht gab, und in diesem Bereicht entstehen gerade viele Dienstleistungsangebote. Ich bin gespannt, wohin die Reise geht.

10.   Kreativität: Ich bekomme Lesestoff, der nicht durch den Verlagsfilter gegangen ist. Das ist in der Tat sehr, sehr spannend und erfrischend.

11.   Austausch: Ich kann mit dem Autor und anderen Lesern in Kontakt treten. Ich kann sogar Fehler, die ich im E-Book entdecke, melden.

Doch E-Books haben natürlich auch ihre Nachteile.

1.       Zum Lesen brauche ich ein Gerät, das ich an die Steckdose stecken muss. E-Books kann man auf allen möglichen Geräten lesen (Kindl-Apps). Ein E-Reader, der mit elektronischer Tinte (E-Ink) arbeitet und zum Bücherlesen konzipiert wurde, muss nur alle zwei Monate an die Ladestation. Bei den anderen Geräten dementsprechend öfter. Aber dieses Argument hält mich auch nicht auf, meine Arbeitsprozesse auf den Bildschirm zu verlegen. (Viele deutsche Amtsstuben haben z.B. schon auf Papierlos umgestellt).

2.       Mein E-Book Anbieter weiß, was ich gekauft habe. Das ist ein ungutes Gefühl, aber das weiß auch mein Buchhändler, wenn ich mit Karte bezahle oder eine Payback-Karte benutze.

3.       Mein Anbieter kann theoretisch E-Books von meinem Reader löschen. Das hat sich amazon vor ein paar Jahren erlaubt. Als entdeckt wurde, dass ein verkauftes E-Book nicht den Urheberrichtlinien entsprach, wurde der Inhalt ohne vorherige Warnung von den Geräten der Benutzer gelöscht und das Geld zurücküberwiesen. Herzlichen Glückwunsch! Ein Supergau. Amazon hat sich entschuldigt und Besserung gelobt. Sie weisen ausdrücklich darauf hin, dass keine Inhalte mehr vom Kindl gelöscht werden. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl.

4.       Wenn der E-Reader ins Wasser fällt, jemand darauf tritt, es aus dem Fenster schmeißt, usw. ist es hin. Die gekauften Inhalte gehen aber nicht verloren. Jedenfalls beim Kindl. (Bei den anderen Anbietern kenne ich mich noch nicht so gut aus). Alle Inhalte sind auf dem Kindl Konto gespeichert, die kann ich dann auf ein neues Gerät spielen. Das Taschenbuch hingegen sieht zwar nach eine "Attacke" nicht mehr hübsch aus, ist aber immer noch lesbar. (Man kann sein Gerät übrigens auch versichern. Aber wir gehen ja auch mit unseren Handy nicht so rabiat um, oder?)

5.       Mein E-Reader könnte gestohlen werden. Was mache ich, wenn ich im Urlaub ins Meer springen will? Aber lassen wir nicht auch unser Geld und unser Handy am Platz liegen? Gegen Diebstahl ist leider noch kein Kraut gewachsen.

6.       Die meisten heute lieferbaten E-Reader, die mit elektronischer Tinte arbeiten, haben eine schwarz/weiß Anzeige. Da wird sich in Zukunft hoffentlich was tun.

7.       Es dauert eine Weile, bis man sich an das papierlose Lesen gewöhnt hat.

8.       Es werden sicherlich einige Jobs im Buchhandel und Verlagswesen verloren gehen. Doch deshalb wird die Menschheit nicht auf neue Entwicklungen verzichten. Dafür werden aber auch neue Jobs und Anreize geschaffen. Als ich vor 20 Jahren das Abi machte, kannte kein Mensch die Bezeichnung „Web-Designer“.

9.       Raubkopien und die Umsonst-Mentalität vieler Onliner wird die Existenz vieler Autoren bedrohen (da helfen auch keine 70% Beteiligungen). Schließlich müssen auch Autoren ihre Miete bezahlen. Für dieses Problem gibt es noch keine Lösung, doch deshalb darf man den Kopf nicht in den Sand stecken.

10.    Durch den fehlenden Verlagsfilter könnte der Buchmarkt zugespamt werden. Das ist ein Problem. Doch ich denke, dass der aufgeklärte Leser diese erkennen kann und auch die E-Book Anbieter dagegen etwas tun werden, um ihren Ruf nicht zu schädigen.

Lange Rede kurzer Sinn. Probiert es einfach aus! So seid ihr bei einer neuen Entwicklung nach 500 Jahren Gutenberg hautnah dabei. Schon allein das ist es wert! Aber ihr werdet es auch nicht bereuen J

Montag, 22. August 2011

Rhein-Reise-Krimi

Was lange währt, wird endlich gut! Mein erstes E-Book ist erschienen :-)
Todes-Ley
Ihr könnt das E-Book auch auf eurem Rechner, Tablett oder Android-Handy herunterladen. Dazu müsst ihr auf amazon.de das Kindl-Lese-App kostenlos herunterladen. Kindl-Lese-Apps
Dies ist eine Anwendung, die euch das Lesen der amazon E-Books ohne E-Reader ermöglicht.
Unter dem Register Rhein-Crime (s. oben) könnt ihr mit mir an den Ufern des Rheins auf Verbrecherjagt gehen. Ich wünsche euch viel Spaß und freue mich auf Kommentare und Kritiken.
Pssst ... falls euch mein Kurzkrimi gefallen haben sollte, so empfiehlt mich einfach weiter.

Sonntag, 21. August 2011

Rhein-Gold

Dass der Rhein Gold mit sich führt, ist nicht neu. Aber man denkt dabei immer an den Schatz der Nibelungen. Unter dem Register Rhein-Leben (s.oben) stehen weitere Details.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich den Rhein dahinfließen.

Alles ist im Fluss. Das Leben, das Schreiben. Alles hat einen Ursprung, wächst, kommt an Hindernisse, muss Umwege hinnehmen, doch es fließt unaufhaltsam seinem Ziel entgegen.
So ist dieser Eintrag heute der Anfang eines für mich neuen, noch unbekannten Weges. Ich bin gespannt, wie diese Seite wachsen wird und wohin die Reise geht.